Ein kleiner Parkrempler, Kratzer an der Stoßstange oder das Auffrischen von Kleinteilen – oft ist der erste Gedanke: „Das kann ich selbst erledigen.“ Doch zwischen einem Baumarkt-Produkt und einer professionellen Lackmischung liegen Welten.
Als Fachbetrieb wissen wir bei der Autolackiererei Gärtlein, dass ein perfektes Ergebnis nicht nur von der Technik, sondern maßgeblich von der Qualität des Materials abhängt. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es bei Lackspraydosen wirklich ankommt.
1. Der Mythos „Farbe von der Stange“
Viele Autobesitzer greifen im Baumarkt zu Standard-Farbtönen. Das Problem: Fahrzeughersteller nutzen Nuancen, die sich selbst innerhalb einer Modellreihe leicht unterscheiden können.
- Präzision: Wir mischen Ihren Lack exakt nach dem originalen Farbcode Ihres Fahrzeugs.
- Alterungsschutz: Moderne Lacke müssen UV-beständig sein, damit die nachlackierte Stelle nicht nach wenigen Monaten ausbleicht oder vergilbt.
2. Sprühkopf ist nicht gleich Sprühkopf
Ein entscheidender Unterschied bei Profi-Spraydosen ist das Spritzbild. Billige Düsen produzieren oft einen punktförmigen Strahl, der zu „Nasen“ und ungleichmäßigem Farbauftrag führt. Unsere Spraydosen sind mit Breitstrahl-Sprühköpfen ausgestattet. Diese imitieren das Spritzbild einer professionellen Lackierpistole und ermöglichen einen gleichmäßigen, fächerförmigen Auftrag für glatte Oberflächen ohne Wolkenbildung.
3. Das 1K- vs. 2K-System: Wann braucht man was?
Für dauerhafte Beständigkeit – besonders bei Felgen oder Teilen, die Benzin und Witterung ausgesetzt sind – reicht ein herkömmlicher 1-Komponenten-Lack oft nicht aus.
- 1K-Lacke: Ideal für einfache Ausbesserungen und schnelle Trocknung.
- 2K-Produkte: Diese enthalten einen Härter, der erst kurz vor der Anwendung aktiviert wird. Das Ergebnis ist eine extrem widerstandsfähige, benzinfeste und kratzresistente Oberfläche.
Tipps für die Anwendung zu Hause
Damit Ihre Reparatur gelingt, sollten Sie drei Grundregeln beachten:
- Untergrund-Vorbereitung: Gründliches Entfetten (z. B. mit Silikonentferner) ist das A und O.
- Temperatur: Lackieren Sie idealerweise bei ca. 20°C. Zu kalte Dosen führen zu einem groben Spritzbild.
- Geduld: Lackieren Sie lieber in mehreren dünnen Schichten („Gängen“) statt in einer dicken Schicht.
Unser Experten-Tipp:
Nutzen Sie für das perfekte Finish immer einen passenden Klarlack über dem Basislack. Er sorgt nicht nur für den Glanz, sondern versiegelt die Farbpigmente gegen Umwelteinflüsse.